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mehrteiliges Skulpturenensemble zum Gedenken an Emil von Behring

Der Von-Behring-Platz ist benannt nach dem Entdecker des Heilserums gegen Diphtherie und ersten Medizin-Nobelpreisträger Emil von Behring. Ihm zu Ehren gestaltete 2013 die Mülheimer Künstlergruppe AnDer e. V. den Platz mit künstlerisch bearbeiteten Steinen:

  • Uwe Dieter Bleil: pierre de bacterie
    Der „Stein der Bakterien“ ist mit kleinen, runden Spiegelchen gestaltet. Sie sind V- und Y-förmig angeortnet. Die Darstellung entspricht der Anordnung der einzelnen Stäbchen der Corynebacterium diphtheriae unter dem Mikroskop
  • Helmut Koch: Stein der Weisen
    Der Stein trägt die Signaturen berühmter Mediziner des 19. und 20. Jahrhunderts. Robert Koch, Emil von Behring, Louis Pasteur, Ignatz Semmelweis, Rudolf Virchow, Wilhelm Conrad Röntgen und Theodor Billroth haben den Stein der Weisen zwar nicht gefunden, leisteten jedoch mit ihrer Forschung einen entscheidenden Beitrag in der modernen Medizin.
  • Christine Lehmann: Eben Schethija
    „Eben Schethija“ ist auf hebräisch der Grundstein der Welt. Nach Maimonides diente er im 1. Tempel von Jerusalem als Altar für die Bundeslade.[2] Er steht für die Unvergänglichkeit der Welt.

    Anfang des 20. Jahrhunderts hat Behring mit seiner Entdeckung das damals geltende Weltbild der Medizin zum Schwanken gebracht.

  • Jochen Leyendecker: Speaker's Corner
    Die Skulptur verweist auf Speakers‘ Corner im Hyde Park in London. Durch einen Parlamentsbeschluss von 1872 kann dort jeder ohne Anmeldung einen Vortrag zu einem beliebigen Thema halten. Sie steht für die Verbreitung von Wissen. Das ursprüngliche Kunstwerk war mit einem Rednerpult gestaltet. Dieses fiel Metalldieben zum Opfer. An seiner Stelle findet sich heute eine Zementplatte mit Fußabdrücken.

  • Dore O. Nekes: Stein der Plätze
    Auf einem mit Inka-Gold lackierten Sandstein stehen vier Granitpflastersteine. Diese stehen für historisch und politisch bedeutsame Plätze der Welt auf denen die Menschen für den Wunsch auf ein besseres Leben demonstrierten.

    Der goldene Stein stellt ebenfalls den Stein der Weisen dar und steht symbolisch dafür, dass Träume und Wünsche durch Transmutation Wirklichkeit werden können – wenn man weiß wie.

  • Heiner Schmitz: Ruhm und Ehre
    In dem Sandstein ist eine Fotografie von Emil von Behring eingelassen mit dem Zitat:

    „Ich wurde von dem Bedürfnis angetrieben, mein Leben einem wichtigen und ehrbaren Ziel zu verschreiben.“

  • Ursula Vehar: Retter der Kinder
    Auf dem Stein befindet sich ein Schablonengraffiti von zwei Mädchen mit Spritzen. Bis Emil von Behring das Medikament gegen Diphtherie fand, starb jedes zweite Kind an der Krankheit. In der Presse der damaligen Zeit wurde er „Retter der Kinder“ genannt.

Stadtteil: 
Holthausen
Standort: 
Von-Behring-Platz, 45470 Mülheim an der Ruhr
Status: 
frei zugänglich
Jahr: 
2013
Material und Technik: 
Sandstein/ mixed media

Kontakt

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr/Beauftragte für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Mülheim an der Ruhr
Barbara Walter
Telefon 0208 - 455 41 05
E-Mail: Barbara.Walter@muelheim-ruhr.de
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