o.T.

Buntglasfenster
Künstler: 

In drei Stockwerken sind auf dem Treppenabsatz Fenster mit unterschiedlichen Motiven gestaltet. Im Oberlicht sind sechs Flächen vorhanden, jeweils links und rechts sind bildliche Darstellungen zu erkennen. Auf der linken Seite: Berufs- oder Zunftzeichen der Bergleute, rechts das Stadtwappen von Mülheim an der Ruhr und das Wappen der Rheinprovinz.

In der Mitte befinden sich vier mal drei Fenster. Im mittleren Bereich ein stilisierter Adler, unten links die Stadtsilhouette von Mülheim an der Ruhr mit Fluss. Die mittlere Fenstereinheit zeigt rechts die Schlossbrücke mit Gebäuden auf der Broicher Ruhrseite. Unten: In der Mitte sind zwei Personen dargestellt. Die linke schultert einen Hammer und reicht der rechten ihre Hand. Die rechte ist durch die Uniform als Polizist erkennbar.

Stadtteil: 
Innenstadt
Standort: 
Treppenhaus der Polizeiinspektion Mülheim an der Ruhr, von-Bock-Str. 50, 45468 Mülheim an der Ruhr
Status: 
bedingt zugänglich
Jahr: 
1933-37
Material und Technik: 
Glas
Höhe: 
15 m
Breite: 
4 m
Literatur
  • Das Polizeigebäude in Mülheim an der Ruhr, in: Zentralblatt der Bauverwaltung (ZdB), vereinigt mit „Zeitschrift für Bauwesen“, herausgegeben im Preußischen Finanzministerium, Berlin 17. August 1938, 58. Jg., Heft 33, S. 889 ff.
Werkbeschreibung: 

Zentralblatt der Bauverwaltung (ZdB), vereinigt mit „Zeitschrift für Bauwesen“, herausgegeben im Preußischen Finanzministerium, Berlin 17. August 1938, 58. Jg., Heft 33, S. 889 ff.

Die künstlerische Gestaltung ist durch den Art-Deco Stil beeinflusst.
Das aktuell vorhandene Fenster lässt aufgrund der Lücken erkennen, dass der ursprüngliche Zustand anders ausgesehen hat. In der ZdB sind die Fenster dokumentiert: Im obersten Abschnitt „ein volk ein führer ein Wille“. Darunter der Adler [erhalten], der mittig ein Hakenkreuz hält. Rechts daneben eine Industrielandschaft [erhalten]. Links darunter die Ansicht der Schlossbrücke mit Gebäuden auf der Broicher Seite [erhalten]. Im mittleren Stockwerk stehen mittig ein Bergmann und ein Polizist, die sich die Hand reichen. Im rechten mittleren Fensterabschnitt ist die Schrift „und diesem volk dienen wir nach bestem wissen“ zu lesen. Untere Fenster: Im oberen Bereich links zwei Handwerker-Zunftzeichen [erhalten]. Die mittleren zwei Fenster zeigen ursprünglich Runenähnliche Formen, die als SS -Zeichen zu sehen sind. Rechts Wappen der Stadt Mülheim an der Ruhr und der Rheinprovinz [erhalten].
„Wappen der Rheinprovinz von 1926 nach einem Entwurf von Wolfgang Pagenstecher,[9] heute Wappen des Landschaftsverbands Rheinland: Das Wappen zeigt oben den Preußischen Adler, unten im grünen Feld einen schrägen Wellenbalken für den Rhein, ursprünglich Symbol des Großherzogtums Niederrhein.“ (wikipedia, Rheinprovinz, 30. 07. 2017 GR)
Hinweise aus ZdB, S. 891: Adlermasten von Prof. Merten, Essen; Adler: Eisenblech, vergoldet:
S. 892: Adlerplastik auf Sockel mit Jahreszahl von Lickfeld, Mülheim;
S. 893: Polizeihoheitszeichen von Gottschalk, Düsseldorf
S. 896: Raumausstattungen mit Grafiken des Künstlers Georg Sluytermann von Langeweyde
Die Beschriftung des Gebäudes lautete: „Polizeiamt“; heute ist die amtliche Bezeichnung „Polizeiinspektion“ GR

Kontakt zur Besichtigung vor Ort: 

Zugang zum Treppenhaus nicht möglich, da es sich um einen Sicherheitsbereich der Polizeiinspektion handelt. Von außen sind jedoch Teile erkennbar.

Kontakt

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr/Beauftragte für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Mülheim an der Ruhr
Barbara Walter
Telefon 0208 - 455 41 05
E-Mail: Barbara.Walter@muelheim-ruhr.de
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