o. T.

Wandgestaltung/Holzrelief
Künstler: Alice Koch-Gierlichs
Kurzbeschreibung: 

Das Kunstwerk von Alice Koch-Gierlichs fällt nicht sofort auf, denn es ist – ebenso wie der von Helmut Lankhorst gestaltete Bodenbelag (https://geo.muelheim-ruhr.de/kunst/helmut-lankhorst/ohne-titel/8498) – schwer als Ganzes wahrzunehmen. Es handelt sich um die Gestaltung einer Wandseite in der Pausenhalle des ehemaligem Neu- (bzw. An-) Baus des Gymnasiums Broich.

Das Kunstwerk besteht aus vier Wandabschnitten, die jeweils eine Fläche von ca. 4,42 m mal ca. 1,07 m haben. Es besteht aus Holz und entstand im Jahr 1971. Das Kunstwerk hat keinen Titel. Einige Bestandteile des Holzreliefs ragen teilweise ca. 12,5 bis 20,5 cm in den Raum hinein.

Im Rahmen umfassender Sanierungsarbeiten wurde das Gebäude im Jahr 2018 abgerissen.

Standort: 
ehem. Anbau/ Pausenhalle, Gymnasium Broich, Ritterstr. 21, 45479 Mülheim an der Ruhr
Adresse: 
Ritterstr. 21
Zugänglichkeit: 
mit Beschränkung
Jahr: 
1971
Stadtteil: 
Material und Technik: 
Höhe: 
je Wandabschnitt: 1,07 m
Breite: 
je Wandabschnitt: 4,42 m
Tiefe: 
0,12 - 0,25 m
Literatur
  • Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 17. 09. 1971.
Werkbeschreibung: 

Dieser Text entstand im Rahmen eines Projektes der Young Art Experts-AG des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr im Jahr 2013. Text: Mandy H., Hannah Ma., Jil S., YAE

"Die vier Teile des Wandrelief bestehen jeweils aus drei waagerecht angebrachten Holzbrettern, zwischen denen sich zwei horizontale Zwischenräume ergeben. Aus der Ferne betrachtet erinnern sie an waagerechte, dunkle Linien. Auf den Brettern sind Formen aus Holz, die teilweise in die Zwischenräume hineinragen oder teilweise die Zwischenräume überbrücken, angebracht. Es lassen sich Kreise, Halbkreise, Stäbe, Würfel und Quader erkennen. Die Formen erinnern an Kinderspielzeug zum Stecken. Man kann darin aber auch ein stilisiertes Notensystem mit einer sehr eigenwilligen, abstrakten Notenschrift sehen. Jeder einzelne Wandabschnitt wird von hinter einer Abdeckung liegendem Neonlicht beleuchtet. Dadurch treten die einzelnen Elemente des Reliefs noch deutlicher hervor. Es entsteht ein starker Schattenwurf. Durch die Beleuchtung von oben kann darin auch eine stark stilisierte Landschaft gesehen werden.
Von den Schülern des Gymnasiums Broich wird die Arbeit meist gar nicht als Kunstwerk, sondern nur als Gestaltung der Wand wahrgenommen.

Das Kunstwerk kann von der Mitte der Pausenhalle fast komplett eingesehen werden. Am besten kann man es aber im Vorbeigehen entdecken. Bei näherer Betrachtung entdeckt man auch, dass zahlreiche Holzformen beschädigt oder auch abgebrochen sind.

Die Signatur der Künstlerin befindet sich an einem der waagerecht angebrachten Stäbe. Dort ist in das Rundholz „AKG '71“ eingeritzt.

Die Künstlerin Alice Koch-Gierlichs wurde 1914 in Köln geboren. Sie studierte von 1934 bis 1936 an den Kölner Werkschulen, einer Fachhochschule für Kunsthandwerk, Freie Kunst und Design. Im Jahr 1965 wurde Koch-Gierlichs Kunstlehrerin am Gymnasium Broich und war dort bis 1979 tätig. Ab 1979 war sie freiberuflich tätig. Sie verstarb im Jahr 2009.
Bei diesem Werk handelt es sich um das einzige Werk der Künstlerin in Mülheim; weitere Werke der Künstlerin befinden sich u. a. in Düsseldorf und Essen."

 

Status: 
zerstört

Kontakt

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr/Beauftragte für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Mülheim an der Ruhr
Barbara Walter
Telefon 0208 - 455 41 05
E-Mail: Barbara.Walter@muelheim-ruhr.de
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