130 Grad Außen

Titel des Kunstwerks: 
130 Grad Außen
Künstler: Peter Könitz
Kurzbeschreibung: 

Diese Skulptur entstand im Rahmen eines Projektes des Kulturamtes der Stadt Mülheim an der Ruhr. Der sogenannte Skulpturenpark umfasst ursprünglich die Werke von Peter Könitz: 130 Grad Außen, Wolfgang Liesen: Haus des Schwans, Heinz-Günter Prager: Kugelpendant, Keiji Uematsu: Rammbock.

Ein Dreieck aus vierkantigen Hölzern, die ihre natürliche Krümmungen behalten sind von außen an die Schlossmauer (Bruchsteine) in einem stumpfen 130 Grad Winkel angelehnt; die Vierkanthölzer, die die Wachstumsbewegung in ihren Krümmungen beibehalten, fügen sich in eine geometrische, also abstrakte Figur (Dreieck); Die beiden Basiswinkel sind in stählerne Dreiecke eingefügt. Das organisch-gewachsene Material des Holzes und das technische Material des Eisens, aber auch die natürliche Form der Holzkrümmungen und die abstrakte Form der Stahldreiecke mit geraden Linien verbinden sich zu einem neuen Ganzen. (Baleka, GR)     

1992: durch den Künstler nach Beschädigung restauriert 
2016-19: wegen umfangreicher Restaurierungsarbeiten am Schloß Broich eingelagert, Wiederaufstellung 2019 (unklar, ob im korrekten Winkel)

Standort: 
Skulpturenpark am Schloß Broich (MüGa), Am Schloß Broich 28, 45479 Mülheim an der Ruhr
Adresse: 
Am Schloß Broich 28
Zugänglichkeit: 
frei zugänglich
Jahr: 
1982
Stadtteil: 
Material und Technik: 
Literatur
  • Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 10. 07. 1982.
  • Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 12. 07. 1982.
  • Neue Ruhr Zeitung, 12. 07. 1982.
  • AK: P. Könitz - W. Liesen - H.G. Prager - K. Uematsu, Mülheim an der Ruhr 1982.
  • Neue Ruhr Zeitung, 14. 08. 1982.
  • Neue Ruhr Zeitung, 23. 10. 1982.
  • Kutzner, Bettina: Verschwundene Kunstwerke, in: WAZ, https://www.waz.de/staedte/muelheim/verschwundene-kunstwerke-id10099225.html (Abruf: 04.09.2019).
Werkbeschreibung: 

Könitz formuliert seine Plastiken und Skulpturen häufig aus der Dimension seines eigenen Körpers. Er beschäftigt sich mit unmittelbar den Menschen betreffende Objekte wie eine Behausung (shelter) zu schaffen oder den im menschlichen Nahbereich befindlichen Umraum zu definieren. Die Arbeit „130 Grad außen“ ist auf eine ganz konkrete Raumsituation bezogen, nämlich die Ecke der Umfassungsmauer am Schloss Broich. Deshalb ist diese Arbeit nur dort und nirgendwo anders zu belassen. „Stets wird mit der in Eisen gearbeiteten Form eine Ausgangsposition geschaffen, die mit gewachsenen Materialien - Holz oder Stroh - angereichert bzw. verlängert wird, so dass die Eisenform sowohl als Klammer wie als formaler Bestandteil der Plastik wirkt, der sich die gewachsene Form scheinbar nur widerwillig einfügen will. Ebenso sachlich-funktionsbezogen, differenziert nach ihren Funktionsmerkmalen, lauten die Titel …“ (Heusinger von Waldegg 1984, S. 12)

Der folgende Text entstand im Rahmen eines Projektes der Young Art Experts-AG des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr im Jahr 2013, Text: Mandy H., YAE.
Das Kunstwerk mit dem Titel 130 Grad Außen von Peter Könitz lehnt an einer der Außenmauern des Schlosses Broich, angrenzend an den sogenannten MüGa-Park. Es handelt sich um eine sehr alte Mauer, die aus vielen unregelmäßig geformten Steinen gebaut ist.
Das Kunstwerk besteht aus dicken Holzbalken, die zu einem Dreieck gelegt sind. Die Balken sind nicht ganz gerade. Sie scheinen in der Form, in der sie ursprünglich gewachsen sind, belassen worden zu sein – so wie es bei den Natursteinen der Mauer der Fall ist. Die beiden Ecken, die auf dem Boden liegen und den Balken Halt geben, sind aus Stahl. Die Spitze des Dreiecks wird durch zwei sich überkreuzende Holzbalken am oberen Rand der Mauer gebildet.
Ich habe mich gefragt, warum das Kunstwerk den Titel "130 Grad Außen" trägt. Eine mögliche Erklärung: Die Oberkante der Mauer und der linke der beiden an die Mauer gelehnten Holzbalken bilden gemeinsam einen stumpfen 130° Winkel. Der Winkel ist also außen – vom Dreieck aus gesehen, aber auch außen, vom Schloss aus gesehen. Daraus ergibt sich auch der ideale Betrachterstandpunkt: Man sollte einige Meter entfernt ungefähr in der Mitte des unteren Querbalkens stehen.
Das Kunstwerk entstand im Jahr 1982. Seit einiger Zeit ist es defekt: Der Holzbalken, der die untere Seite des Dreiecks bildete, fehlt. Zudem ist das Werk zurzeit von einem Bauzaun verdeckt und fast gar nicht mehr erkennbar oder sichtbar. Im Gegensatz zu anderen Kunstwerken im öffentlichen Raum ist dieses Kunstwerk nicht zum Klettern geeignet.

Status: 
frei zugänglich

Kontakt

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr/Beauftragte für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Mülheim an der Ruhr
Barbara Walter
Telefon 0208 - 455 41 05
E-Mail: Barbara.Walter@muelheim-ruhr.de
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