Schulstraße 2 - 6; Helmut Lankhorst: o. T. (Metallplastik) (1958)

Künstler: Helmut Lankhorst
Adresse: 
Schulstraße 2 - 6
Standort: 
Karl-Ziegler-Gymnasium
Lage: 
außen
Zugänglichkeit: 
frei zugänglich
Material: 
Metall
Jahr: 
1958

Das Kunstwerk von Helmut Lankhorst befindet sich an einer der Außenwände der Karl-Ziegler-Schule. Die aus geometrischen Formen bestehende Metallplastik strebt stark in die Höhe. Das überwiegend dunkle Metall kontrastiert stark mit der darunterliegenden, in gelbem Klinker gestalteten Fassade, die an der Straße Dohne liegt.
Die Metallplastik ist ca. 5 m hoch und ca. 1,50 m breit. Mit neun stabartigen, nur von der Seite sichtbaren Verankerungen ist die Arbeit an der Fassade im Abstand von ca. 0,2 m an der Außenwand befestigt.

Auf den ersten Blick erscheint das Kunstwerk wie ein Glasfenster. Dieser Eindruck entsteht aufgrund der metallischen Verstrebungen, die offene Formen bilden und uns beispielsweise von Kirchenfenstern bekannt sind. Zum Teil geben sie den Blick auf die dahinterliegende Fassade frei, zum Teil sind die Formen durch grüne Flächen gefüllt. Insgesamt befinden sich 19 grüne Füllformen in der Plastik. Die gesamte Arbeit erinnert durch die zahlreichen Linien an eine Zeichnung.
Die linke Seite der Plastik wird durch einen auffällig breiten Streifen gebildet. Diese Form unterstützt den schon erwähnten Eindruck des In-die-Höhe-Strebens. Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch den Kontrast zu den strengen, horizontalen Linien des Klinkers. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die Formen von unten nach oben immer größer werden.
Aus dem Liniengewirr stechen zwei Kreisformen heraus, die wiederum in drei Bereiche aufgeteilt sind, die mit grünen Füllformen bestückt sind. Einer der Kreise befindet sich im oberen Teil der Plastik. Dadurch wird der Eindruck eines Auges vermittelt. Bei längerer Betrachtung versucht man immer mehr, eine menschliche Figur in den Formen auszumachen – vielleicht bedingt durch die zahlreichen Figuren, die man schon an Hausfassaden gesehen hat. Bei der Arbeit von Lankhorst lässt sich aber nicht eindeutig eine menschliche Figur ausmachen. Einige sehen darin eher zwei Figuren; andere einen Vogel…
Um das Kunstwerk gut erfassen und betrachten zu können, stellt man sich am besten auf die gegenüberliegende Straßenseite.
Die Metallplastik weist insgesamt nur leichte Alterungsspuren auf. An einigen Stellen ist sie etwas rostig. Darüber hinaus sind keine Schäden oder Demolierungen festzustellen.

Der Künstler Helmut Wolfgang Lankhorst wurde 1908 in Mülheim an der Ruhr geboren und verstarb 1979. Er studierte u.a. an der Kunstakademie München. Ab 1945 war er freischaffend als Maler und Grafiker tätig. Das hier beschriebene Werk ist geprägt durch grafische Prinzipien.
Ein weiteres Werk des Künstlers befindet sich bis Ende des Jahres 2013 in der ehemaligen Pausenhalle des Gymnasiums Broich. Lankhorst hat den Bodenbelag der Halle gestaltet. Das Kunstwerk wird ebenfalls im Rahmen dieses Projektes vorgestellt.

Diese Internetseite entstand im Rahmen eines Projektes der Young Art Experts-AG des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr, Text: Hannah Ma., Hannah Mo., Katharina S., Jil S., Johannes H., Mandy H., Stefan H., YAE

Kontakt

Telefon 0208 - 455 41 71, E-Mail: kunstmuseum@muelheim-ruhr.de

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